Oft sind die Menschen wie hinter einem Schleier verborgen, als wollte sie der Künstler vor unseren Blicken schützen. Bewahrt er so ihre Intimität und gönnt ihnen ihre Ruhe? Ab und zu kaschiert er die Gesichter und wir erkennen trotzdem selbstbewusste Menschen, die ohne Scheu unseren Blicken standhalten. Je länger ich sie anschaue und ihre Gedanken zu erraten versuche, desto mehr habe ich das Gefühl, dass sie es sind, die mich beobachten. Es lohnt sich, mit den Bildern in einen ausführlichen Dialog zu treten.

Die Blumen hüllt der Maler gleichsam in ihren Duft ein. Bei Landschaften und Bergen bleibt er seinem Stil treu, nie wirken sie auffällig und sind doch auf stille Art kraftvoll.

Im März 2017
Mariette Reinhard, Galeristin

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Die Malerei von Stefan Werthmüller zeugt von einem sinnlich verspielten, prozesshaften Schaffen. Figuren entstehen in sommerlicher Leichtigkeit. Der Künstler experimentiert mit Farb- und Formgebung, die Grenzen zwischen Zeichnung und Ölgemälde zerfließen.

Christine Rettinger, Galeristin München, 2014